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Neuigkeiten

Erfahrungsbericht von dem SenoCura Projekt:
"Patientinnen helfen Patientinnen"


Dieser Erfahrungsbericht von dem wichtigen Projekt "Patientinnen helfen Patientinnen" wurde von den ehrenamtlichen Mitgliedern Frau Ursula Bräcklein und Frau Iris Wohn erstellt.

Herr Professor Dr. Tulusan hat das SenoCura-Projekt "Patientinnen helfen Patientinnen" angeregt, welches bereits 1 Jahr läuft.

Wir sind zur Zeit 6 Frauen, die Patientinnen im Klinikum im Brustzentrum Bayreuth betreuen.

Ein Ablauf von einer Patientinnen-Betreuung gestaltet sich etwa so:

Die von uns Diensthabende trifft um 9.30 Uhr im Brustzentrum des Klinikums Bayreuth ein und erkundigt sich bei der Sektretärin, ob neu erkrankte Patientinnen anwesend sind. Wenn dies bejaht wird, gehen wir auf die Patientinnen zu und stellen SenoCura mit dem Projekt "Patientinnen helfen Patientinnen" vor. Weiterhin fragen wir sie, ob wir sie zu den operativen Voruntersuchungen begleiten sollen, zum Beispiel zum Röntgen Thorax, EKG, Anästhesiebesprechung, Knochenscintigraphie und Mammographie. Manchmal helfen wir auch sehr aufgeregten Patientinnen beim Ausfüllen des Anästhesiefragebogens. Wir erzählen ihnen, dass wir ebenfalls an Brunstkrebs erkrankt sind und machen ihnen Mut. Oft hilft schon ein einfaches Gespräch, um ihnen zu vermitteln, dass sie gute Zukunftsperspektiven haben und das Leben noch lange nicht vorbei ist.

Regelmäßig treffen wir uns zum Erfahrungsaustausch. Damit wir untereinander in Verbindung bleiben, habe ich öfter mit den SenoCura-Frauen telefoniert, um zu erfahren, ob es mit den Diensten in Ordnung geht oder ob etwas vorliegt. Auf diese Weise kamen wir uns näher und lernten uns langsam kennen. Mittlerweile ist es für uns schon selbstverständlich geworden, dass wir so eine wertvolle und gute Aufgabe übernehmen konnten. Wir sind glücklich, dass wir viele brustkrebserkrankte Frauen betreuen und aufmuntern können, weil wir feststellen, dass es eine wichtige Aufgabe ist. Jede von uns macht in der Regel 1 bis 3 Dienste im Monat, je nachdem wie es jeder einzelnen Betreuerin möglich ist. Während der Urlaubszeit oder wenn jemand von uns krank ist, kann es schon einmal vorkommen, dass niemand zur Verfügung steht (wäre schön, wenn wir Verstärkung bekommen würden).

Die ständige Motivation für uns ist die von den von uns betreuten Patientinnen zurückkommende positive Resonanz, da sich diese von unseren Gesprächsangeboten deutlich entlastet fühlen. Sie gehen wesentlich ruhiger und gelassener zur stationären Aufnahme. Viele begleitende Ehemänner sind uns äußerst dankbar, dass wir uns um ihre Ehefrauen kümmern und sie begleiten.

Wir verrichten diesen Dienst ehrenamtlich.

Unser Einfühlungsvermögen resultiert sicherlich aus unserer eigenen Krankheitsgeschichte und den damit verbundenen traumatischen Empfindungen.

Bei Fragen oder Anregungen können Sie das SenoCura e.V. unter der Rubrik 'Kontakt' gerne anrufen oder eine EMail schicken.